Unter dem Motto „Gemeinschaft macht stark“ fand am 30. Juni und 1. Juli 2026 das 4. MIRACUM-DIFUTURE Symposium in der Alten Brauerei Mannheim statt. Die beiden Konsortien MIRACUM und DIFUTURE brachten Akteur:innen aus Wissenschaft, Medizin, IT und Praxis zusammen, um aktuelle Entwicklungen der Medizininformatik und die Anschlussfähigkeit der Medizininformatik-Initiative zu diskutieren.
Eröffnet wurde das Symposium durch Dr. Fabian Siegel, Kommissarischer Leiter der Abteilung für Biomedizinische Informatik und Leiter des Datenintegrationszentrums Mannheim, Prof. Dr. Martin Boeker, Lehrstuhlinhaber für Medizinische Informatik und Konsortialleiter DIFUTURE am TUM Klinikum rechts der Isar, sowie Prof. Dr. Hans-Ulrich Prokosch, Konsortialleiter MIRACUM an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Grußworte kamen zudem von Prof. Dr. Wolf-K. Hofmann, Prodekan der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg.
Den fachlichen Auftakt setzte Katharina Rach, Technical Project Officer des Projekts MEDI:CUS im Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg, mit einem Beitrag zur organisatorischen und technischen Interoperabilität. Die erste internationale Keynote hielt Prof. Dr. Lucila Ohno-Machado von der Yale School of Medicine. In ihrem Vortrag adressierte sie die Verbindung klinischer Phänotypen und DNA Foundation Models zur Vorhersage menschlicher Erkrankungen. Es folgte Prof. Dr. Shawn Murphy von der University of Washington School of Medicine mit einem Beitrag zur automatisierten Erstellung digitaler Patientenzwillinge durch generative KI.
Weitere Impulse kamen von Prof. Dr. Thomas Bürkle von der Berner Fachhochschule zu Social Robots in medizinischen Umgebungen und in der Lehre, Dr. Kai U. Heitmann von HL7 Deutschland / HL7 Europe zu synthetischen Daten für den European Health Data Space sowie Dr. Katrin Crameri vom Bundesamt für Gesundheit, Schweiz, zur Transformation von Datensilos hin zu Datenräumen im Schweizer Gesundheitswesen. Den ersten Symposiumstag ergänzten Prof. Dr. Bradley Malin vom Department of Biomedical Informatics der Vanderbilt University School of Medicine mit einem Vortrag zu den Voraussetzungen für den Einsatz von KI in biomedizinischen Umgebungen sowie Prof. Dr. Dr. Melanie Börries von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, dem Universitätsklinikum Freiburg und dem DKTK mit dem Beitrag „PM4Onco: Data Matters in Precision Oncology“.
Der zweite Tag rückte zunächst regionale Innovationsansätze aus Mannheim in den Mittelpunkt. Dr. Hannah Krause vom Universitätsklinikum Heidelberg-UK Mannheim stellte das INSPIRE Living Lab als Umfeld für MedTech-Innovationen vor. Dr. Jens Langejürgen vom Fraunhofer-Institut IPA Mannheim präsentierte Reallabore für die digitale Patientenaufnahme. Es folgten Beiträge von Dr. David Ghezel-Ahmadi vom Universitätsklinikum Heidelberg-UK Mannheim zu Neuromonitoring und Datenintegration in der Anästhesie sowie von PD Dr. Dr. Máté Maros von der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg zur KI-gestützten Schlaganfallvorhersage im WE-STORM-Projekt.
In der Session zu MIRACUM-DIFUTURE Modul-3-Projekten standen konkrete Infrastruktur- und Anwendungsprojekte im Fokus: Prof. Dr. Oliver Kohlbacher von der Universität Tübingen und dem Universitätsklinikum Tübingen stellte FLAME als föderierte Analyseplattform für die MII vor. Prof. Dr. Harald Renz von der Universität Marburg sprach über die Generierung, Harmonisierung und Nutzung von Real-World-Daten bei Asthma- und COPD-Patient:innen. Justin Hofenbitzer vom TUM Klinikum rechts der Isar präsentierte Arbeiten zu GeMTeX, semantischer Annotation und Ergebnissen. Kaushik Manjunatha von der Universitätsmedizin Essen stellte OMI – Open Medical Inference – als Ansatz für interoperable KI-Services in der deutschen Universitätsmedizin vor.
Ein weiterer Programmpunkt galt der nationalen und internationalen Anschlussfähigkeit der MII. Unter der Moderation von Prof. Dr. Hans-Ulrich Prokosch diskutierten Prof. Dr. Martin Boeker vom TUM Klinikum rechts der Isar, Prof. Dr. Thomas Ganslandt von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Dr. Ines Reinecke von der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem und Dr. Jacqueline Lammert vom TUM Klinikum rechts der Isar über Ergebnisse der MII und deren Einbettung in nationale und internationale Entwicklungen.
Den Abschluss bildete eine Session zur Nachhaltigkeit von MII-Komponenten in neuen Projekten. Prof. Dr. Thomas Ganslandt von dem Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg stellte das DATAPortal4NUM als Zwischenschritt zum European Health Data Space vor. Dr. Ines Reinecke berichtete über Deutschlands Rolle in der OHDSI-Community. Alexa Iancu vom Universitätsklinikum Erlangen adressierte die nachhaltige Nutzung von MII-Ergebnissen im radiologischen Kontext. Dr. Jacqueline Lammert zeigte anhand von VIOLET, wie verantwortungsvolle Mensch-KI-Kollaboration in der Onkologie gestaltet werden kann.
Mit Vorträgen zu Interoperabilität, KI, Datenräumen, Real-World-Daten, föderierten Analysen und nachhaltiger Infrastrukturentwicklung machte das Symposium deutlich, wie breit die Medizininformatik heute zur Weiterentwicklung von Forschung und Versorgung beiträgt. Zugleich stand die Frage im Zentrum, wie Ergebnisse der MII dauerhaft nutzbar gemacht und in nationale wie europäische Strukturen eingebunden werden können. Die Zusammenfassung, Danksagung und Verabschiedung übernahmen Prof. Dr. Hans-Ulrich Prokosch und Prof. Dr. Martin Boeker und Dr. Fabian Siegel.
Impressionen und die Präsentationen werden in Kürze unter unserer Event-Seite veröffentlicht.
Unter dem Motto „Gemeinschaft macht stark“ fand am 30. Juni und 1. Juli 2026 das 4. MIRACUM-DIFUTURE Symposium in der Alten Brauerei Mannheim statt. Die beiden Konsortien MIRACUM und DIFUTURE brachten Akteur:innen aus Wissenschaft, Medizin, IT und Praxis zusammen, um aktuelle Entwicklungen der Medizininformatik und die Anschlussfähigkeit der Medizininformatik-Initiative zu diskutieren.
Eröffnet wurde das Symposium durch Dr. Fabian Siegel, Kommissarischer Leiter der Abteilung für Biomedizinische Informatik und Leiter des Datenintegrationszentrums Mannheim, Prof. Dr. Martin Boeker, Lehrstuhlinhaber für Medizinische Informatik und Konsortialleiter DIFUTURE am TUM Klinikum rechts der Isar, sowie Prof. Dr. Hans-Ulrich Prokosch, Konsortialleiter MIRACUM an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Grußworte kamen zudem von Prof. Dr. Wolf-K. Hofmann, Prodekan der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg.
Den fachlichen Auftakt setzte Katharina Rach, Technical Project Officer des Projekts MEDI:CUS im Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg, mit einem Beitrag zur organisatorischen und technischen Interoperabilität. Die erste internationale Keynote hielt Prof. Dr. Lucila Ohno-Machado von der Yale School of Medicine. In ihrem Vortrag adressierte sie die Verbindung klinischer Phänotypen und DNA Foundation Models zur Vorhersage menschlicher Erkrankungen. Es folgte Prof. Dr. Shawn Murphy von der University of Washington School of Medicine mit einem Beitrag zur automatisierten Erstellung digitaler Patientenzwillinge durch generative KI.
Weitere Impulse kamen von Prof. Dr. Thomas Bürkle von der Berner Fachhochschule zu Social Robots in medizinischen Umgebungen und in der Lehre, Dr. Kai U. Heitmann von HL7 Deutschland / HL7 Europe zu synthetischen Daten für den European Health Data Space sowie Dr. Katrin Crameri vom Bundesamt für Gesundheit, Schweiz, zur Transformation von Datensilos hin zu Datenräumen im Schweizer Gesundheitswesen. Den ersten Symposiumstag ergänzten Prof. Dr. Bradley Malin vom Department of Biomedical Informatics der Vanderbilt University School of Medicine mit einem Vortrag zu den Voraussetzungen für den Einsatz von KI in biomedizinischen Umgebungen sowie Prof. Dr. Dr. Melanie Börries von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, dem Universitätsklinikum Freiburg und dem DKTK mit dem Beitrag „PM4Onco: Data Matters in Precision Oncology“.
Der zweite Tag rückte zunächst regionale Innovationsansätze aus Mannheim in den Mittelpunkt. Dr. Hannah Krause vom Universitätsklinikum Heidelberg-UK Mannheim stellte das INSPIRE Living Lab als Umfeld für MedTech-Innovationen vor. Dr. Jens Langejürgen vom Fraunhofer-Institut IPA Mannheim präsentierte Reallabore für die digitale Patientenaufnahme. Es folgten Beiträge von Dr. David Ghezel-Ahmadi vom Universitätsklinikum Heidelberg-UK Mannheim zu Neuromonitoring und Datenintegration in der Anästhesie sowie von PD Dr. Dr. Máté Maros von der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg zur KI-gestützten Schlaganfallvorhersage im WE-STORM-Projekt.
In der Session zu MIRACUM-DIFUTURE Modul-3-Projekten standen konkrete Infrastruktur- und Anwendungsprojekte im Fokus: Prof. Dr. Oliver Kohlbacher von der Universität Tübingen und dem Universitätsklinikum Tübingen stellte FLAME als föderierte Analyseplattform für die MII vor. Prof. Dr. Harald Renz von der Universität Marburg sprach über die Generierung, Harmonisierung und Nutzung von Real-World-Daten bei Asthma- und COPD-Patient:innen. Justin Hofenbitzer vom TUM Klinikum rechts der Isar präsentierte Arbeiten zu GeMTeX, semantischer Annotation und Ergebnissen. Kaushik Manjunatha von der Universitätsmedizin Essen stellte OMI – Open Medical Inference – als Ansatz für interoperable KI-Services in der deutschen Universitätsmedizin vor.
Ein weiterer Programmpunkt galt der nationalen und internationalen Anschlussfähigkeit der MII. Unter der Moderation von Prof. Dr. Hans-Ulrich Prokosch diskutierten Prof. Dr. Martin Boeker vom TUM Klinikum rechts der Isar, Prof. Dr. Thomas Ganslandt von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Dr. Ines Reinecke von der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem und Dr. Jacqueline Lammert vom TUM Klinikum rechts der Isar über Ergebnisse der MII und deren Einbettung in nationale und internationale Entwicklungen.
Den Abschluss bildete eine Session zur Nachhaltigkeit von MII-Komponenten in neuen Projekten. Prof. Dr. Thomas Ganslandt von dem Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg stellte das DATAPortal4NUM als Zwischenschritt zum European Health Data Space vor. Dr. Ines Reinecke berichtete über Deutschlands Rolle in der OHDSI-Community. Alexa Iancu vom Universitätsklinikum Erlangen adressierte die nachhaltige Nutzung von MII-Ergebnissen im radiologischen Kontext. Dr. Jacqueline Lammert zeigte anhand von VIOLET, wie verantwortungsvolle Mensch-KI-Kollaboration in der Onkologie gestaltet werden kann.
Mit Vorträgen zu Interoperabilität, KI, Datenräumen, Real-World-Daten, föderierten Analysen und nachhaltiger Infrastrukturentwicklung machte das Symposium deutlich, wie breit die Medizininformatik heute zur Weiterentwicklung von Forschung und Versorgung beiträgt. Zugleich stand die Frage im Zentrum, wie Ergebnisse der MII dauerhaft nutzbar gemacht und in nationale wie europäische Strukturen eingebunden werden können. Die Zusammenfassung, Danksagung und Verabschiedung übernahmen Prof. Dr. Hans-Ulrich Prokosch und Prof. Dr. Martin Boeker und Dr. Fabian Siegel.
Impressionen und die Präsentationen werden in Kürze unter unserer Event-Seite veröffentlicht.