Vom 26. bis 30. Oktober 2026 kamen MIRACUM und DIFUTURE im St. Bonifatiuskloster in Hünfeld zu einer gemeinsamen Weiterbildungswoche zusammen. Gleich zwei aufeinanderfolgende Autumn Schools nahmen dabei unterschiedliche Perspektiven auf die Arbeit und Weiterentwicklung der Datenintegrationszentren (DIZ) des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM) in den Blick.
Während sich die ersten vier Tage mit einem stark praxisorientierten Programm an DIZ-Mitarbeitende richteten, standen im zweiten Teil der Woche strategische Fragestellungen für DIZ-Leitungen im Mittelpunkt. Das gemeinsame Ziel beider Formate: Wissen teilen, voneinander lernen und die Zusammenarbeit über Standort- und Konsortialgrenzen hinweg stärken.
Praxisnahe Weiterbildung für DIZ-Mitarbeitende
Die Autumn School für NUM-DIZ-Mitarbeitende bot ein vielseitiges Programm rund um die Nutzung und Analyse medizinischer Daten. Zum Auftakt gab Julian Gründner von der FAU Erlangen-Nürnberg einen Einblick in die Durchführung und Herausforderungen von Datennutzungsprojekten.
Einen weiteren Schwerpunkt bildeten Beobachtungsstudien mit Real-World-Daten. Bernhard Haller von der Technischen Universität München beleuchtete diese aus epidemiologischer Perspektive und vermittelte zentrale methodische Grundlagen für die Arbeit mit klinischen Routinedaten.
Auch die technischen und infrastrukturellen Aspekte der Datennutzung spielten eine wichtige Rolle. Philip Overton von der TMF stellte das Forschungsdatenportal für Gesundheit (FDPG) vor und gab Einblicke in die standortübergreifende Bereitstellung und Nutzung von Gesundheitsdaten.
Julia Palm vom Universitätsklinikum Jena präsentierte mit fhircrackr ein R-Paket zur Verarbeitung von FHIR-Daten. Danny Ammon vom Universitätsklinikum Jena und Thomas Ganslandt von der FAU Erlangen-Nürnberg widmeten sich anschließend den Herausforderungen einer standortübergreifend einheitlichen LOINC-Kodierung.
Darüber hinaus standen moderne Möglichkeiten zur lokalen Analyse von FHIR-Daten auf dem Programm. Themen wie SQL-on-FHIR, Pathling, Parquet und Trino zeigten verschiedene Ansätze auf, mit denen sich Daten innerhalb der DIZ effizient erschließen und für Analysen nutzbar machen lassen. Christian Gulden von der FAU Erlangen-Nürnberg verwandelte dazu die Teilnehmenden in Datenbanken, die eine SQL-Query ausführen sollten.
Im Zentrum der vier Tage stand dabei nicht allein die Wissensvermittlung. Übungen, Diskussionen und der Austausch über konkrete Erfahrungen aus den einzelnen Standorten ermöglichten es den Teilnehmenden, gemeinsame Herausforderungen zu identifizieren und Lösungsansätze weiterzuentwickeln.
Vernetzung auch außerhalb des Seminarraums
Auch abseits des fachlichen Programms bot die Autumn School zahlreiche Möglichkeiten zum persönlichen Austausch. Ein gemeinsamer Besuch des Konrad-Zuse-Museums in Hünfeld führte die Teilnehmenden zu den Anfängen der modernen Datenverarbeitung und sorgte für einen thematisch passenden Blick zurück in die Computergeschichte.
Bei einem gemeinsamen Spaziergang durch Hünfeld blieb zudem Zeit, Gespräche aus den Workshops fortzuführen und neue Kontakte über Standorte und Konsortien hinweg zu knüpfen.
Strategische Weiterentwicklung der Datenintegrationszentren
Am 29. und 30. Oktober wechselte die Perspektive: Bei der anschließenden Autumn School für NUM-DIZ-Leitungen standen strategische und strukturelle Fragestellungen im Vordergrund.
Ein zentrales Thema war die Frage, wie Datenintegrationszentren langfristig und nachhaltig an ihren jeweiligen Standorten verankert werden können. Dabei wurde diskutiert, wie sich die Rahmenbedingungen der Medizininformatik-Initiative (MII), die Aktivitäten des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM) und die individuellen Anforderungen der Universitätsklinika miteinander verbinden lassen.
Die Teilnehmenden tauschten zudem Erfahrungen und Lessons Learned aus der bisherigen Aufbau- und Betriebsphase der DIZ aus. Ergänzend richtete sich der Blick auf technische Architekturen, geeignete Werkzeuge und neue Möglichkeiten für Datenabfragen und Analysen.
Gemeinsames Lernen als Grundlage für nachhaltige Strukturen
Die beiden Autumn Schools haben gezeigt, wie wichtig der Austausch zwischen unterschiedlichen Standorten, Fachdisziplinen und Rollen für die Weiterentwicklung der Datenintegrationszentren ist. Technische Lösungen und gemeinsame Standards bilden dabei eine wichtige Grundlage – ebenso entscheidend sind jedoch die Menschen, die diese Strukturen entwickeln, betreiben und gemeinsam weiterdenken.
Fünf intensive Tage in Hünfeld boten dafür reichlich Gelegenheit: für fachliche Vertiefung, offene Diskussionen, neue Perspektiven und persönliche Vernetzung.
Ein herzlicher Dank gilt allen Teilnehmenden, Referentinnen und Referenten sowie den Organisierenden, die mit ihrem Engagement zum Gelingen der MIRACUM-DIFUTURE Autumn Schools 2026 beigetragen haben.
Vom 26. bis 30. Oktober 2026 kamen MIRACUM und DIFUTURE im St. Bonifatiuskloster in Hünfeld zu einer gemeinsamen Weiterbildungswoche zusammen. Gleich zwei aufeinanderfolgende Autumn Schools nahmen dabei unterschiedliche Perspektiven auf die Arbeit und Weiterentwicklung der Datenintegrationszentren (DIZ) des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM) in den Blick.
Während sich die ersten vier Tage mit einem stark praxisorientierten Programm an DIZ-Mitarbeitende richteten, standen im zweiten Teil der Woche strategische Fragestellungen für DIZ-Leitungen im Mittelpunkt. Das gemeinsame Ziel beider Formate: Wissen teilen, voneinander lernen und die Zusammenarbeit über Standort- und Konsortialgrenzen hinweg stärken.
Praxisnahe Weiterbildung für DIZ-Mitarbeitende
Die Autumn School für NUM-DIZ-Mitarbeitende bot ein vielseitiges Programm rund um die Nutzung und Analyse medizinischer Daten. Zum Auftakt gab Julian Gründner von der FAU Erlangen-Nürnberg einen Einblick in die Durchführung und Herausforderungen von Datennutzungsprojekten.
Einen weiteren Schwerpunkt bildeten Beobachtungsstudien mit Real-World-Daten. Bernhard Haller von der Technischen Universität München beleuchtete diese aus epidemiologischer Perspektive und vermittelte zentrale methodische Grundlagen für die Arbeit mit klinischen Routinedaten.
Auch die technischen und infrastrukturellen Aspekte der Datennutzung spielten eine wichtige Rolle. Philip Overton von der TMF stellte das Forschungsdatenportal für Gesundheit (FDPG) vor und gab Einblicke in die standortübergreifende Bereitstellung und Nutzung von Gesundheitsdaten.
Julia Palm vom Universitätsklinikum Jena präsentierte mit fhircrackr ein R-Paket zur Verarbeitung von FHIR-Daten. Danny Ammon vom Universitätsklinikum Jena und Thomas Ganslandt von der FAU Erlangen-Nürnberg widmeten sich anschließend den Herausforderungen einer standortübergreifend einheitlichen LOINC-Kodierung.
Darüber hinaus standen moderne Möglichkeiten zur lokalen Analyse von FHIR-Daten auf dem Programm. Themen wie SQL-on-FHIR, Pathling, Parquet und Trino zeigten verschiedene Ansätze auf, mit denen sich Daten innerhalb der DIZ effizient erschließen und für Analysen nutzbar machen lassen. Christian Gulden von der FAU Erlangen-Nürnberg verwandelte dazu die Teilnehmenden in Datenbanken, die eine SQL-Query ausführen sollten.
Im Zentrum der vier Tage stand dabei nicht allein die Wissensvermittlung. Übungen, Diskussionen und der Austausch über konkrete Erfahrungen aus den einzelnen Standorten ermöglichten es den Teilnehmenden, gemeinsame Herausforderungen zu identifizieren und Lösungsansätze weiterzuentwickeln.
Vernetzung auch außerhalb des Seminarraums
Auch abseits des fachlichen Programms bot die Autumn School zahlreiche Möglichkeiten zum persönlichen Austausch. Ein gemeinsamer Besuch des Konrad-Zuse-Museums in Hünfeld führte die Teilnehmenden zu den Anfängen der modernen Datenverarbeitung und sorgte für einen thematisch passenden Blick zurück in die Computergeschichte.
Bei einem gemeinsamen Spaziergang durch Hünfeld blieb zudem Zeit, Gespräche aus den Workshops fortzuführen und neue Kontakte über Standorte und Konsortien hinweg zu knüpfen.
Strategische Weiterentwicklung der Datenintegrationszentren
Am 29. und 30. Oktober wechselte die Perspektive: Bei der anschließenden Autumn School für NUM-DIZ-Leitungen standen strategische und strukturelle Fragestellungen im Vordergrund.
Ein zentrales Thema war die Frage, wie Datenintegrationszentren langfristig und nachhaltig an ihren jeweiligen Standorten verankert werden können. Dabei wurde diskutiert, wie sich die Rahmenbedingungen der Medizininformatik-Initiative (MII), die Aktivitäten des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM) und die individuellen Anforderungen der Universitätsklinika miteinander verbinden lassen.
Die Teilnehmenden tauschten zudem Erfahrungen und Lessons Learned aus der bisherigen Aufbau- und Betriebsphase der DIZ aus. Ergänzend richtete sich der Blick auf technische Architekturen, geeignete Werkzeuge und neue Möglichkeiten für Datenabfragen und Analysen.
Gemeinsames Lernen als Grundlage für nachhaltige Strukturen
Die beiden Autumn Schools haben gezeigt, wie wichtig der Austausch zwischen unterschiedlichen Standorten, Fachdisziplinen und Rollen für die Weiterentwicklung der Datenintegrationszentren ist. Technische Lösungen und gemeinsame Standards bilden dabei eine wichtige Grundlage – ebenso entscheidend sind jedoch die Menschen, die diese Strukturen entwickeln, betreiben und gemeinsam weiterdenken.
Fünf intensive Tage in Hünfeld boten dafür reichlich Gelegenheit: für fachliche Vertiefung, offene Diskussionen, neue Perspektiven und persönliche Vernetzung.
Ein herzlicher Dank gilt allen Teilnehmenden, Referentinnen und Referenten sowie den Organisierenden, die mit ihrem Engagement zum Gelingen der MIRACUM-DIFUTURE Autumn Schools 2026 beigetragen haben.